Rückblick auf die ÖG-KJLF Herbsttagung 2018

Rückblick auf die Herbsttagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung

„Heimat in der Kinder- und Jugendliteratur. Vom Alpl ins WWW“ / Home in Children's and Young Adult Literature. From the Alpl to the WWW

Ein Bericht von Susanne Blumesberger

 

 

 


Tagung "ALLES FLIESST"

Geschichten vom Wasser in der Kinder- und Jugendliteratur

Termin: 08. bis 10. März 2019
Ort: Die Wolfsburg - Katholische Akademie, Falkenweg 6, D-45478 Mülheim an der Ruhr

31. Tagung zur Kinder- und Jugendliteratur in der Katholische Akademie DIE WOLFBURG
Spurensuche

Wasser ist das Lebenselixier schlechthin, aber die unendliche Weite des Meeres hat sich vom Sehnsuchtsmotiv zum Bedrohungsszenario gewandelt, seit immer mehr Bilder von ertrinkenden Flüchtlingen die Medien bestimmen. Welche Auswirkungen hat dies auf die Entwicklung des Motivs Wasser in der Kinder- und Jugendliteratur? Weltweite Wasserknappheit und „Watergrabbing“ in der dritten Welt sind Themen, die junge Menschen beschäftigen, ebenso wie der überdimensionale Wasserbedarf in den Industrieländern. Wie geht der Mensch mit seiner kostbarsten Ressource um, was gibt heute Hoffnung und wie kann man davon literarisch erzählen?

Weitere Informationen finden Sie hier.

Programm

Anmeldung zur Tagung.

(Quelle: Aussendung Veranstalter)


Tagung: 32. Jahrestagung der GKJF

Thema: Kulturelles Gedächtnis reloaded? (Re-)Inszenierungen von Erinnerung in Kinder- und Jugendmedien 

Termin: 30.5. bis 1.6. 2019
Tagungsort: Arbeitnehmer-Zentrum, Königswinter

„Verinnerlichte Vergangenheit findet ihre Form in der Erzählung“. (Jan Assmann)

Der Blick in die Vergangenheit erfreut sich nicht nur auf dem Buchmarkt einer bemerkenswerten Popularität, sondern ist in allen Medien stark präsent: Das Spektrum reicht von so unterschiedlichen Formaten wie den (umstrittenen) Geschichtsdokumentation Guido Knopps über Fernsehserien wie Babylon Berlin, über historische Romane wie Hertha Müllers Atemschaukel oder Daniel Kehlmanns Tyll bis hin zu Computerspielen wie Through the Darkest Time. Die gesellschaftliche Bedeutung der – im Unterschied zum Gedächtnis – eher präsentischen Erinnerung zeigt sich zudem symbolisch in der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an die Erinnerungsforscher Aleida und Jan Assmann. Dabei belegt schon das Eingangszitat Assmanns die Untrennbarkeit von Narration und Erinnerung für das kulturelle Gedächtnis, wobei auch in der medialen Re-Inszenierung von Geschichte in Geschichten der klassische Aristotelische Widerspruch von ‚objektiver‘ Geschichtswissenschaft und Dichtung zwischen den Polen Referenzialität und einem neuen Interesse am vermeintlich Authentischen sowie der Fiktionalisierung von Fakten zum Tragen kommt.

Dieser Widerspruch gilt auch bzw. in besonderem Maße für die geschichtserzählenden Kinder- und Jugendmedien in ihrem spezifischen Spannungsfeld von ästhetischer und (latenter) historischer (pädagogischer oder ideologischer) Horizontbildung und -erweiterung, die stetig neu kontextualisiert, revidiert und aktualisiert werden, aber auch und in weiteren Dimensionen für das (auto-)biographische Erzählen. Daher setzt es sich die 32. Tagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (GKJF) zum Ziel, diesen Veränderungen der ästhetischen Verfahren und der Erinnerungsgegenstände nachzuspüren. Dabei sollen neben den epischen kinder- und jugendliterarischen Traditionsmedien – erzählende Literatur, historische und zeitgeschichtliche Romane, (autofiktionale) Biographien – sowie Drama und Lyrik auch Bilderbücher, Comics, Filme und Serien oder Computerspiele in den Blick genommen werden.

(Quelle: Aussendung GKJF)


Symposium: politisch positioniert!

Symposium: politisch positioniert!
Engagement und Zeitbezug in aktueller Kinder- und Jugendliteratur

Termin: 23. März 2019, von 10.30 bis 13.30 Uhr
Ort: Congress Center der Messe Leipzig, Saal 4

Aktuell wenden sich deutschsprachige Autorinnen und Autoren verstärkt politischen Themen zu, sie melden sich literarisch zu Wort und kommentieren gesamtgesellschaftliche Problemlagen. Inwieweit gilt diese Entwicklung auch für die Kinder- und Jugendliteratur und was bedeutet es, im Kinderbuch "Position zu beziehen" – auch unter historischer Perspektive?

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur stellt diese brisanten Fragen in den Mittelpunkt des Symposiums "politisch positioniert!" auf der Leipziger Buchmesse.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Caroline Roeder diskutieren die Referentinnen und Referenten, welche (literarischen) Aspekte auf eine engagierte Haltung hinweisen und welche politischen Themen und Erzählformate sich auf dem aktuellen Buchmarkt als besonders wirksam erweisen. Zu Gast sind u.a. die Autorin Manja Präkels und die lllustratorin Birgit Weyhe, die aus produktiv-künstlerischer Perspektive Stellung beziehen. Jugendliche Leserinnen und Leser diskutieren ihre Lektüreeindrücke zu dem Roman Children of Blood and Bone (S. Fischer) von Tomi Adeyemi. Ebenso erörtern Vertreter des Literaturbetriebs, inwieweit Engagement und kritischer Zeitbezug in aktuellen Texten aufzuspüren sind.

Programm

Weitere Informationen finden Sie hier.

         (Quelle: Homepage Arbeitskreis für Jugendliteratur)


Rückblick auf das Forschungsfrühstück am 03. Oktober 2018

Rückblick auf das Forschungsfrühstück von Susanne Reichl

Thema: "Kinder- und Jugendliteraturforschung"

Termin: 03. Oktober 2018, 9:00 bis 12:00 Uhr

Ort: Institut für Anglistik, Unterrichtsraum im Erdgeschoss (Uni Campus AAKH,

Hof 8.3 // 1090, Spitalgasse 2-4)

Rückblick

review

Thesis Proposal Claudia Sackl

Abstract Matija Tunjic


Tagung "DEFA-Kinderfilm"

Von Pionieren und Piraten: Der DEFA-Kinderfilm in seinen kulturhistorischen, filmästhetischen und ideologischen Dimensionen
Interdisziplinäre Tagung

Termin: 6. bis 8. Februar 2019
Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften

Der Kinderfilm spielte in der DDR eine bedeutende Rolle, was auch daran ersichtlich ist, dass im Zeitraum von 1949 bis 1991 von der DEFA mehr als 180 Filme für Kinder produziert wurden. Diese Kinderfilme sind historische, ästhetische und sozialgeschichtliche Zeugnisse einer bis in die heutige Gesellschaft nachwirkenden Zeit.
Die geplante Tagung möchte diese Forschungslücken schließen und zwar aus fächerübergreifender Perspektive. Dabei soll es einerseits um historisch orientierte Analysen gehen. Andererseits besteht das Ziel der Tagung darin, die dargelegten Potentiale des DDR-Kinderfilms für die aktuelle Diskussion um Filme für Kinder genauer zu befragen: hinsichtlich seiner Ästhetik und seiner Narrative sowie Themen und zugleich auch hinsichtlich seiner Produktions- und Distributionsbedingungen. Wünschenswert sind Beiträge, die sich dem DEFA-Kinderfilm aus film- bzw. medienwissenschaftlicher, literaturwissenschaftlicher, kulturhistorischer, medienpädagogischer und soziologischer Perspektive annähern, um auf diese Weise differenzierte Zugänge zu diesem vielfältigen und noch in vielen Aspekten unerforschten Kinderfilmkorpus zu erlangen.

Programm
Weitere Informationen finden Sie hier.

Organisation: Dr. Steffi Ebert, Dr. Werner Barg (Universität Halle) und Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Universität Tübingen)

(Quelle: CfP Aussendung)


Tagung "Postmoderne Schreibweisen, künstlerische Überformung und literarische Tradition"

Postmoderne Schreibweisen, künstlerische Überformung und literarische Tradition: Studien zum kinderliterarischen Werk Tonke Dragts und seinen medialen Adaptionen 


Termin: 30. September bis 2. Oktober 2019
Ort: Siegen 


Tonke Dragt ist seit über 50 Jahren eine der beliebtesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen der Niederlande. In Deutschland haben sich ihre beiden bekanntesten Werke, Der Brief für den König und Das Geheimnis des siebten Weges zu populären Longsellern entwickelt. Zu diesen und einigen anderen Werken liegen vielfältige mediale Adaptionen – vom Film über Hörbücher bis zum Computerlernspiel – vor. Aktuell plant Netflix eine Serie Der Brief für den König. Als Schullektüre sind Dragts Romane präsent.
Von besonderem Interesse für die KJL-Forschung sind neben literaturwissenschaftlichen Fragestellungen auch ihre Illustrationen und Collagen zu fremden und eigenen Werken.

 

Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Helma Lierop-Debrauwer (Universität Tilburg, NL), Dr. Jana Mikota und Erik Dietrich (Universität Siegen).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfP.

(Quelle: CfP)