Tagung "Das narrative Bilderbuch"

Türöffner zu literarästhetischer Bildung, Erzähl- und Buchkultur
3. Landauer Bilderbuch-Tagung des Instituts für Germanistik der Universität Koblenz-Landau

Termin: 23. und 24. Mai 2019
Ort: Universität Koblenz-Landau, Campus Landau (Konferenzsaal)

Anmeldung bis Ende April 2019 per E-Mail an bei: heintz@uni-landau.de 

Programm

Weitere Informationen finden Sie hier.


Tagung: 32. Jahrestagung der GKJF

Thema: Kulturelles Gedächtnis reloaded? (Re-)Inszenierungen von Erinnerung in Kinder- und Jugendmedien 

Termin: 30. Mai bis 1. Juni 2019
Tagungsort: Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK), Johannes-Albers-Allee 3, D-53639 Königswinter

„Verinnerlichte Vergangenheit findet ihre Form in der Erzählung“. (Jan Assmann)

Der Blick in die Vergangenheit erfreut sich nicht nur auf dem Buchmarkt einer bemerkenswerten Popularität, sondern ist in allen Medien stark präsent: Das Spektrum reicht von so unterschiedlichen Formaten wie den (umstrittenen) Geschichtsdokumentation Guido Knopps über Fernsehserien wie Babylon Berlin, über historische Romane wie Hertha Müllers Atemschaukel oder Daniel Kehlmanns Tyll bis hin zu Computerspielen wie Through the Darkest Time. Die gesellschaftliche Bedeutung der – im Unterschied zum Gedächtnis – eher präsentischen Erinnerung zeigt sich zudem symbolisch in der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an die Erinnerungsforscher Aleida und Jan Assmann. Dabei belegt schon das Eingangszitat Assmanns die Untrennbarkeit von Narration und Erinnerung für das kulturelle Gedächtnis, wobei auch in der medialen Re-Inszenierung von Geschichte in Geschichten der klassische Aristotelische Widerspruch von ‚objektiver‘ Geschichtswissenschaft und Dichtung zwischen den Polen Referenzialität und einem neuen Interesse am vermeintlich Authentischen sowie der Fiktionalisierung von Fakten zum Tragen kommt.

Dieser Widerspruch gilt auch bzw. in besonderem Maße für die geschichtserzählenden Kinder- und Jugendmedien in ihrem spezifischen Spannungsfeld von ästhetischer und (latenter) historischer (pädagogischer oder ideologischer) Horizontbildung und -erweiterung, die stetig neu kontextualisiert, revidiert und aktualisiert werden, aber auch und in weiteren Dimensionen für das (auto-)biographische Erzählen. Daher setzt es sich die 32. Tagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (GKJF) zum Ziel, diesen Veränderungen der ästhetischen Verfahren und der Erinnerungsgegenstände nachzuspüren. Dabei sollen neben den epischen kinder- und jugendliterarischen Traditionsmedien – erzählende Literatur, historische und zeitgeschichtliche Romane, (autofiktionale) Biographien – sowie Drama und Lyrik auch Bilderbücher, Comics, Filme und Serien oder Computerspiele in den Blick genommen werden.

Programm

Anmeldung zur Tagung bis spätestens 08. April 2019.

in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Jugendbuchforschung, der Universität zu Köln, ALEKI – Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung, und der Universität Zürich, ISEK – Populäre Kulturen, Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien

(Quelle: Aussendung GKJF)


Märchentage 2019

Thema: „Wetter im Märchen“

Termin: 18. bis 20. September 2019
Ort: Gästehaus der Abtei Münsterschwarzach, Schweinfurter Straße 40, D-97359 Münsterschwarzach

Wetter ist allgegenwärtig. Es umgibt und betrifft uns, es ist Teil der Lebens- und Erzählwelten. Das Wetter hat uns die Stimmung verhagelt, die Sonne sticht, es tost der Wind. Die Schneeflocken tanzen und leise rieselt der Schnee. Die vielfältigen sprachlichen Wetteräußerungen, die in Liedern, Gedichten und Redewendungen Eingang und ihren Ausdruck gefunden haben, machen vor den Märchen nicht halt. Wetter wird in Märchen thematisiert, wenn auch auf märchenhaftere Weise als etwa im alltäglichen Erzählen. Hänsel und Gretel reden sich mit einem Wetterphänomen heraus (Der Wind, der Wind, das himmlische Kind), die Sonne sticht nicht nur, sondern ist auch eine Kinderfresserin (Die sieben Raben). Jahreszeiten und die mit ihnen verbundenen Wettererwartungen werden personalisiert (Väterchen Frost). Vermutet man die Wettermacherinnen auf den ersten Blick in der Sage, wie etwa die Wetterhexen, so findet man eben doch auch die eine oder andere im Märchen (Frau Holle, die Schneekönigin). Wetter treibt auch die Handlung voran: Das (Un-)Wetter führt die Prinzessin auf der Erbse vor die Tür des Schlosses, die Kälte den Bären zu Schneeweißchen und Rosenroth. Wetterphänomene können sogar namensgebend werden wie bei Schneewittchen. Und ganz wunderbar und märchenhaft wird es, wenn das brave Mädchen die Erdbeeren im Schnee findet (Die drei Männlein im Walde).
Neben den wunderbaren Ereignissen und Erfahrungen werden in Erzählungen auch die schrecklichen zur Sprache gebracht. Gerade in Zeiten des Klimawandels und unter dem Eindruck starker Wetterereignisse ist das Thema ‚Wetter‘ sehr aktuell und prägt auch das heutige Erzählen. In zwölf Vorträgen und zwei Workshops folgen wir den Spuren des Wetters in Märchen und weiteren Volkserzählungen, stellen aber auch die Frage nach gegenwärtigen und aktualisierten Erzählformen. Wetter als lebensweltliche Erfahrung und als lebensweltliches Wissen wird mit den Erzählungen zusammengedacht und -gebracht.

Anmeldungen sind bis zum 1. September 2019 an die Geschäftsstelle der Stiftung erbeten, gern auch per E-Mail an: maerchentage2019@maerchen-stiftung.de

Flyer
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

(Quelle: Homepage Märchentage 2019)


Tagung "Postmoderne Schreibweisen, künstlerische Überformung und literarische Tradition"

Postmoderne Schreibweisen, künstlerische Überformung und literarische Tradition: Studien zum kinderliterarischen Werk Tonke Dragts und seinen medialen Adaptionen 


Termin: 30. September bis 2. Oktober 2019
Ort: Siegen 


Tonke Dragt ist seit über 50 Jahren eine der beliebtesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen der Niederlande. In Deutschland haben sich ihre beiden bekanntesten Werke, Der Brief für den König und Das Geheimnis des siebten Weges zu populären Longsellern entwickelt. Zu diesen und einigen anderen Werken liegen vielfältige mediale Adaptionen – vom Film über Hörbücher bis zum Computerlernspiel – vor. Aktuell plant Netflix eine Serie Der Brief für den König. Als Schullektüre sind Dragts Romane präsent.
Von besonderem Interesse für die KJL-Forschung sind neben literaturwissenschaftlichen Fragestellungen auch ihre Illustrationen und Collagen zu fremden und eigenen Werken.

 

Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. Helma Lierop-Debrauwer (Universität Tilburg, NL), Dr. Jana Mikota und Erik Dietrich (Universität Siegen).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem CfP.

(Quelle: CfP)


Tagung "Faszination Zauberwelt"

Neue Perspektiven auf die Fantastik in Kinder- und Jugendmedien

Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel

Termin: 25. bis 27. Oktober 2019
Ort: Schünemanns Mühle – Gästehaus der Bundesakademie, Rosenwall 17, D-38300 Wolfenbüttel

Fantastisches und Unmögliches begeistert Junge und Ältere gleichermaßen. Der Blick hinter den eigenen Horizont gibt Träumen und Wünschen Raum, und oft begegnen wir gerade in der vermeintlichen Fremde dem Eigenen in wunder - barer Gestalt. Entgegen der großen Faszination, der sich fantastisches Erzählen bei Lesenden jeden Alters erfreut, spielen solche Werke in Kindergarten, Schule und Hochschule in der Regel eine untergeordnete Rolle. Die Tagung rückt daher Fantastik in Kinder- und Jugendmedien wieder in den Fokus. Vorträge, Lesungen und Workshops machen aktuelle Entwicklungen sichtbar, stellen zeitgemäße Zugänge vor und bieten Raum für Diskussionen. Sie richtet sich an alle, die sich mit Kinder- und Jugendliteratur befassen.

Anmeldung bis zum 25. September 2019
Flyer
Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: Flyer, Homepage GEW)


Tagung: Menschenlehrlinge: Kinderliteratur im Werk von Peter Hacks

12. wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft zum Thema "Peter Hacks und die Kinderliteratur"

Termin: 02.November 2019
Ort: Berliner Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7,  D-10117 Berlin

Zweifellos gruppiert das Œuvre des Dichters Hacks sich um seinen dramatischen Kern. Dennoch hat Hacks als Dichter für Kinder – und dort vornehmlich als Epiker, nächsthin als Verfasser von Dramen und Gedichten – eine starke und lange Wirkung entfaltet. Die Tagung soll die historische Relevanz, den ideellen Gehalt und die poetischen Eigenschaften dieser Werke anschaulich machen und auf den Begriff bringen: derer, die sich in der Werkausgabe letzter Hand (Berlin 2003) in den Bänden 10–12 finden, wie auch der frühen Produktion, die die Ausgabe "Der junge Hacks" (Berlin 2019) sammelt, und gewiss auch abseits erschienener Texte. 
Das Thema ist übergreifender Natur, weshalb nicht bloß literaturwissenschaftliche Forschung von Interesse ist, sondern auch Beiträge aus den Bereichen der Erziehungswissenschaft, Gender Studies, Bildenden Kunst u.a. gefragt sind.

Die Referate der Tagung werden im Aurora Verlag veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: CfP, H-Germanistik)