Herbstseminar: Lust auf Sprache

Neue Spielräume eröffnen für und mit Literatur

Termin: 11. bis 13. November 2022
Ort: Katholisch-Soziale Institut in Siegburg

Dieses Seminar möchte die Freude am kreativen Umgang mit Sprache(n) entfachen, für ihre Schönheit sensibilisieren, Ideen für die Vermittlungspraxis entwickeln und bewusst machen, welche Macht wir auf der Zunge tragen.

Sprache ist wandelbar, flexibel und verspielt. Sprache kann Zusammengehörigkeit signalisieren, Teilhabe ermöglichen, aber auch ab- und ausgrenzen.
Kinder begegnen Sprache(n) intuitiv, erobern sich mit neuen Wörtern neue Bereiche ihrer Welt. Lieder, Reime, Geschichten und natürlich auch Bücher unterstützen sie dabei, scheinbar spielerisch ihren Wortschatz zu mehren. Begleitet werden junge Wortsammler*innen von Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen. Diese geben entscheidende Impulse, damit Kinder Freude an Sprache entwickeln, ihre Wort-Schatztruhen füllen, Worte sinnvoll kombinieren und entsprechend in Kommunikation mit ihrer Umwelt gehen können. Das komplexe System Sprache ist darüber hinaus ein wahres Spielfeld für die Phantasie, ihre ästhetische Dimension kommt nicht zuletzt in der Literatur zum Ausdruck.

Das Programm und weitere Informationen zum Seminar finden Sie hier.
Das Anmeldeformular finden Sie ganz unten auf der Site. 

Veranstalter: Arbeitskreis für Jugendliteratur

 

(Quelle: Aussendung + Homepage Arbeitskreis f. Jugendliteratur)


Rückblick auf die GKJF Tagung in Wien

v.l.n.r.: Heidi Lexe und Elisabeth Steinkellner

Ein Bericht von Susanne Blumesberger

Rückblick auf die 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung  zum Thema „Körperhaltungen. Körper und Körperlichkeit in Kinder- und Jugendliteratur und –medien

Bereits zum zweiten Mal fand die Jahrestagung der GKJF in Wien statt, diesmal mitorganisiert von der STUBE. Der 26. bis 28. Mai 2022 war ein bunter Reigen rund um Körperlichkeit. Am ersten Tag, der im Stephanisaal am Stephansplatz 3 mit atemberaubenden Blick durch das Glasdach auf den Stephansdom, stattfand, begrüßten zunächst Ute Dettmar, Vorsitzende der GKJF und Heidi Lexe, Leiterin der STUBE. Caroline Roeder  (Ludwigsburg) gab unter dem Titel  „Peinlichkeit und Pirouetten)  einen Einblick in Leibeserziehung in Kindheit und Jugend erzählenden Texten. Maren Conrad (Erlangen-Nürnberg) sprach über „Marked Bodies“ und Claudia Sackl über „Verschränkungen von Physis, Persona und Poetik im (jugendliterarischen Schreiben über) Spoken Word. Ein großartiges Empanada-Buffet und vor allem lang entbehrte Gespräche mit Kolleg*innen sorgten für eine nette Stimmung.  Ein musikalischer Absacker mit modernen Wienerliedern rundete den Abend ab.

Der nächste Tag begann im Kardinal König Haus mit einem im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehenden Vortrag von Julia Benner (Berlin) über Tätowierungen in Kinder- und Jugendmedien. Danach wurde in vier Sessions zu den Themen „Erregungen“, „Imago und imaginäre Körper“, (Un-)Doing Gender und „Cyborgs und Cyberpunks“ vorgetragen. Das Thema Tätowierungen führte Sonja Loidl (Wien) in ihrem Beitrag über Beispiele anhand von Texten von Cassandra Clare fort. Diversität, bzw. Regenbogen-Bilderbücher thematisierten Kristina Kocyba (Budapest) und Tihomir Engler (Osijek). In längst vergangene Zeiten führte Susanne Blumesberger mit dem Thema „Von der Gefahr der schiefen Zöpfe und zu lose geschnürten Mieder. Schriftstellerinnen als Influencerinnen im frühen 19. Jahrhundert?“

Nach einem geselligen Mittagessen mit zahlreichen spannenden Begegnungen und Gesprächen folgten weitere Sessions mit Vorträgen zu Körper/Bildern, Körper/Komik, Toxizität/Annexion sowie Körper/Normen. Hier wurde über „Visuelle Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Mädchen und Jungen in Bilderbüchern“ berichtet (Carla Plieth, Cambridge), über „Nicht-binäre Körper und Othering im Bilderbuch“ (Nadine Seidel, Ludwigsburg), aber auch über physiognomische Komik (Nicola König, Marburg).

Ein Höhepunkt der Tagung war das von der ÖG-KJLF finanzierte und von Heidi Lexe kundig durchgeführte Gespräch mit der preisgekrönten Autorin Elisabeth Steinkellner, die unter anderem aus ihrem Werk „Papierklavier“ las.

Den letzten Tag der Veranstaltung leitete Dariya Manova (Wien) mit dem Vortrag „Widerständige Körper? Banden, Cliquen, Crews bei Jelinek, Berg und Lehner“ ein. Anna Stemmann (Leipzig) folgte mit „Gewalt, Gender. Gorillas: Der Körper als Zeichenträger von Alteritätserfahrungen“. Ralph Olsen (Ludwigsburg) und Christian Müller (Weingarten) referierten über „Schlafes Bruder? Der tote Körper in der Kinder- und Jugendliteratur. Den abschließenden Vortrag hielt Julia Boog-Kaminski (Wien) mit „Mutter ist die Bestie. Monströse Körper in Valérie Dayres und Wolf Erlbruchs Die Menschenfresserin (1996)“.

Wie jedes Jahr gab es sehr spannende Einblicke in Kinder- und Jugendmedien, interessante theoretische Diskussionen und vor allem sehr viele Lesetipps. Begriffe aus den Vortragstiteln wie Cyborg, Diversität, Gewalt Inklusion, Inszenierung Künstlichkeit, Leibeserziehung, Komik, Männlichkeit, Menschenfresserinnen, Performance, Sexualität, Tattoos, Tierkörper, Tod, Pubertät, Weiblichkeit, Widerstand, bis zu Zöpfe lassen die Bandbreite der besprochenen Werke erkennen.

 

Die Folien zu Susanne Blumesbergers Vortrag „Von der Gefahr der schiefen Zöpfe und zu lose geschnürten Mieder. Schriftstellerinnen als Influencerinnen im frühen 19. Jahrhundert?“ können Sie sich hier ansehen.


Praxisseminar: Preisverdächtig 2022

Praxiskonzepte zu den nominierten Büchern des Deutschen Jugendliteraturpreises 2022

Termine: 30. Mai 2022 in Siegburg; 15. Juni 2022 in Hannover; 5. Juli 2022 in München

Der Deutsche Jugendliteraturpreis prämiert jährlich herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Der Staatspreis ist seit über 65 Jahren ein verlässliches Gütesiegel und Orientierungshilfe auf dem mittlerweile fast unüberschaubaren Kinder- und Jugendbuchmarkt. Die nominierten Titel bieten eine große Bandbreite an Themen und Gattungen für alle Altersstufen.
Im Rahmen eintägiger Kompaktseminare können Erzieher*innen, Lehrer*innen, Buchhändler*innen und Bibliothekar*innen dazu kreative Vermittlungsmethoden für ihren Berufsalltag kennenlernen und erproben. Das Seminar bietet vormittags und nachmittags Workshops zu den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch und Jugendbuch an (Sachbücher sind altersentsprechend in die drei Workshops integriert). Es werden zwei verschiedene Workshops hintereinander besucht.

Programm

Weitere Informationen zum Praxisseminar, zur Anmeldung und Seminargebühren finden Sie hier.

 

(Quelle: Aussendung)


Tagung "Literarische Mehrsprachigkeit und ihre Didaktik"

Termin: 23. und 24. Juni 2022
Ort: Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd

Vor dem Hintergrund vorangehender Überlegungen setzt sich die Tagung mit literarischer Mehrsprachigkeit und ihrer Didaktik auseinander. Im Fokus stehen Ästhetiken, Entwicklungen, Formen und Funktionen literarischer Mehrsprachigkeit und deren Didaktisierung aus einer Perspektive heraus, die die Relevanz literarischer Mehrsprachigkeit als genuin literarischer Größe und somit für die Entwicklung literarischer Kompetenz bedeutsam in den Blick nimmt. Wir orientieren uns daher an literaturdidaktischen Ansätzen, die literarische Mehrsprachigkeit in poetischen Werken ins Zentrum stellen, ihre verschiedenen Formen des Inter-, Trans- oder Heterolingualen didaktisch reflektieren und die im Werk vorhandene oder im Umgang damit zu realisierende dominanzsprachkritische Perspektive literaturdidaktisch gestalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der Tagung.

Tagungsleitung:
Prof. Dr. Nazli Hodaie (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)
Prof. Dr. Heidi Rösch (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
Lisa Treiber (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)

 

(Quelle: Aussendung)


Tagung: Literarisches Lernen mit Erstleseliteratur im Unterricht

Didaktisch-methodische Implikationen und empirische Forschungsperspektiven

Datum: 23. bis 25. Juni 2022
Ort: Universität Siegen

Die Gattung der „Erstleseliteratur“ wird im wissenschaftlichen Forschungsdiskurs gegenwärtig noch immer stark vernachlässigt und unterschätzt – insbesondere auch, weil sie sich häufig der (nur scheinbar verallgemeinerbaren) Kritik einer literästhetisch minderwertvollen Gestaltung stellen muss. Systematische, repräsentative, differenzierte und ausführlichere Forschungsarbeiten speziell zum literarästhetischen Potential der Erstleseliteratur stehen allerdings nach wie vor aus. Dabei ist vor allem die Erstleseliteratur jene Literatur, die Kinder selbstständig lesen (können). Die Gattung kann daher als Tor zur „literarischen Welt“ verstanden werden: Erstleseliteratur bietet, wenn sie sich auf einem literarästhetisch ansprechenden Niveau bewegt, auch unseren jüngsten Leser/innen in erster Linie gute Literatur. Der Buchmarkt hat im Bereich der Erstleseliteratur viele literarästhetisch ambitionierte Text-Bild-Kombinationen


SIKJM-Jahrestagung 2022

Nichts für Kinder?
Polarisierende Kinder- und Jugendbücher als Herausforderung

Termin: 21. September 2022
Ort: Volkshaus Zürich, Stauffacherstrasse 60, CH-Zürich

Zu brutal, zu traurig, zu politisch, zu wirklichkeitsfremd, zu dunkel, zu wenig divers? Erwachsene haben klare Vorstellungen davon, wie Literatur für Kinder und Jugendliche sein soll und was sie auf keinen Fall darf. Brechen Geschichten mit Konventionen, eigenen Normen und Erwartungen, stossen sie auf Widerstand - und oft auch auf Ratlosigkeit.
Woher aber kommen diese Vorstellungen, was kindgemäss ist und was nicht? Was bedeuten sie für Kinder- und Jugendliteraturschaffende? Wie bilden Texte und Bilder auch vermeintlich schwierige Themen ab? Und wie gehen Vermittler*innen mit ihnen um? Was abschreckt oder anstösst, kann den Blick weiten und regt zur Auseinandersetzung an.
Die Tagung soll die Neugier wecken am permanenten Auslotungsprozess darüber, wie Kinder- und Jugendliteratur zur Selbstermächtigung junger Leser*innen beitragen kann.

Flyer
Weitere Informationen zur Tagung, das Programm und vieles mehr, finden Sie hier.

Die Anmeldung zur Tagung ist bis zum 29. August 2022 möglich.

 

(Quelle: Homepage SIKJM)


Tagung: Children’s Literature Across Media: Concepts and Perspectives of Transmedia Narratives

Time: 29 September to 1 October 2022
Place: Forschungskolleg Humanwissenschaften Bad Homburg (Frankfurt), Germany

The overall ambition of the conference is to bring together an international group of researchers from media studies, children's literature studies and book studies in order to discuss the narration, production and reception of transmedial storytelling for children and young adults. Traditionally, there has been little interaction between these fields, despite the fact that they all potentially include the (co-)production and reception of texts, media and narratives for and by children across media as well as the character of these artefacts. While children have had access to and engaged in the same narratives across several media over the centuries, digitisation, mediatisation and convergence cultures have fundamentally changed the conditions of transmedia production, storytelling and reception, especially when it comes to children and young people's opportunity to participate in, interact with and produce narratives themselves.

CfP

 

(Quelle: Ausschreibung)


Seminar des Arbeitskreises für Jugendliteratur 2022

Thema: "Lust auf Sprache. Neue Spielräume für und mit Literatur eröffnen"

Termin: 11. bis 13. November 2022
Ort: Katholisch-Sozialen Institut, Siegburg

Denglisch, tweeten und gendern sind aktuell nur drei Beispiele, die zeigen: Sprache ist wandelbar, flexibel und verspielt. Sprache kann Zusammengehörigkeit signalisieren, Teilhabe ermöglichen, aber auch ab- und ausgrenzen.
Kinder begegnen Sprache(n) intuitiv, erobern sich mit neuen Wörtern neue Bereiche ihrer Welt. Lieder, Reime, Geschichten und natürlich auch Bücher unterstützen sie dabei, scheinbar spielerisch ihren Wortschatz zu mehren. Begleitet werden junge Wortsammler:innen von Eltern, Erzieher:innen und Lehrer:innen. Diese geben entscheidende Impulse, damit Kinder Freude an Sprache entwickeln, ihre Wort-Schatztruhen füllen, Worte sinnvoll kombinieren und entsprechend in Kommunikation mit ihrer Umwelt gehen können.

Pressemitteilung

 

(Quelle: Aussendung AKJ)