CfP: Johanna Spyri Tagung

"Von einem Blatt auf „Vrony´s Grab“ bis zur „Stauffer-Mühle“. Johanna Spyris (1827-1901) Werk neu lesen"

Termin: 21. bis 23. Oktober 2021
Ort: Goethe-Universität Frankfurt a.M.

CfP

Vor 120 starb Johanna Spyri. Sie hinterließ eine Sammlung an Werken und Figuren, von denen eine weltbekannt wurde: Heidi, bzw. Heidi‘s Lehr- und Wanderjahre (1880) und Heidi kann brauchen, was es gelernt hat (1881). Spyris frühe Erzählungen zielten jedoch auf ein erwachsenes Publikum (vgl. Ein Blatt auf Vrony’s Grab, Nach dem Vaterhause!, Aus früheren Tagen, Verirrt und gefunden). Viele Texte der Autorin sind in Vergessenheit geraten, eine Gesamtausgabe ist immer noch ein Desiderat und dieser Umstand erschwert die wissenschaftliche Arbeit. Gleichwohl gibt es noch vieles neu zu entdecken und zu kontextualisieren. Die geplante, interdisziplinär und international ausgerichtete Tagung macht sich dies zu ihrem Ziel. 

Erwünscht sind Beitragsvorschläge, die sich mit aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen (etwa Ecocriticism, Gender/Queer/Masculinity Studies, Disability Studies, Posthumanismus, Animal Studies, Wissensgeschichte, New Materialism o.ä.) einer Neulektüre von Spyris Werk nähern. 

Mögliche Themen sind neben der (Wieder-)Entdeckung von Spyris Texten Gattungsfragen, Figurenkonstellationen, Text/Comic und Film, Glaube und Religiosität, mediale Adaptionen, narratologische Fragen, Poetik des Coming-of-Age, Poetik des Kinderblicks, nature-culture (Stadt-Land), Mensch-Tier-Beziehungen, Inszenierung der Alpen u.ä., Fernweh, Heimat und Migration, Generationalität und Altersforschung, Illustrationen etc. 

Wir bitten um Einsendungen von Beitragsabstracts (max. 500 Wörter) und kurzen bio-bibliographischen Angaben bis zum 10.05.2021 wernli@lingua.uni-frankfurt.de  und christine.loetscher@uzh.ch  

Die Tagung ist in Präsenz geplant, je nach epidemiologischer Situation ist eine hybride oder rein digitale Variante als alternative Option vorgesehen. Kosten für Anfahrt und Unterbringung können bei Bedarf übernommen werden. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Konzept und Organisation:
Prof. Dr. Christine Lötscher, ISEK Universität Zürich
PD Dr. Martina Wernli, Goethe-Universität Frankfurt a.M. 

(Quelle: Aussendung)


CfP: libri liberorum - historische KJL

Eine Ausgabe der libri liberorum möchten wir der Vernetzung historischer Kinder- und Jugendliteraturforschung und dem Austausch spannender Forschungsergebnisse im Bereich historischer Kinder- und Jugendliteratur und -medien widmen.

Reise- und Abenteuerliteratur gehört seit der Entdeckung der Welt und des Menschen (Jacob Burckhardt) in der Frühen Neuzeit auch zu den besonders interessanten Gegenstands- und Formenfeldern der Kinder- und Jugendbücher. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte sie einen erstaunlichen Ausdifferenzierungsprozess: von adressatenorientiert adaptierten Reisebeschreibungen im kinder- und jugendliterarischen Werk Campes bis zu den exotischen oder nationalen (Geschichts)Abenteuerromanen von Karl May über Friedrich Gerstäcker bis Sophie Wörishöffer. Auch in der sogenannten Sachliteratur gehörten abenteuerliche, historisch- geographische Formen zu den besonders interessanten hybriden Erscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur, die zwischen Fakt und Fiktion changieren.

Erbeten werden theoretische (z.B. postkoloniale, buch- oder verlagsgeschichtliche, illustrationshistorische, poetologische, geschlechterspezifische, religionswissenschaftliche, moralgeschichtliche u.a.) oder systematische Beiträge zu Gattungen und Genres der Reise- und Abenteuerliteratur in diachroner Perspektive (einschließlich Erscheinungen wie dem Fortsetzungsroman in Periodika oder serienweise vertriebener Heftchenabenteuerliteratur). Sie können die Inhaltsebene der literarischen Erscheinungen betreffen (wie Weltbilder), aber auch die Objektebene der Materialität der Buchobjekte (z.B. Bilderwelten im Bilderbuch) und die Formen der Reise- und Abenteuerliteratur für Kinder und Jugendliche (wie z.B. den Indianerroman, das Detektivabenteuer oder Tierabenteuerbücher). Gefragt werden könnte nach dem Verhältnis der Darstellung des Fremden zwischen Natur und Kultur, nach den Spannungsfeldern der Darstellungen des Regionalen, Nationalen, Eurozentristischen oder Globalen. Ertragreich ist es auch, nach Reise- /Abenteuerromanen für Leserinnen zu fragen. In den Blick genommen werden können aber auch imagologische Phänomene wie Stereotypen, komparatistische Aspekte wie Übersetzungen von Abenteuerliteratur in das oder aus dem Deutschen, Schnittstellen zwischen Erwachsenen- und Kinder- und Jugendliteratur, (De)Kanonisierungserscheinungen der Abenteuerliteratur für diese Zielgruppe im historischen Verlauf, Prozesse der Adressatenorientierung (Kindgemäßes, Abenteuer für die Jugend), theoretisch-systematische Probleme der Gattungsentwicklungen und Gattungsdefinitionen usw.

Wir freuen uns über Ihre Abstracts (ca. 300 Wörter) und Kurzbiografien (ca. 100 Wörter) auf Deutsch oder Englisch an: oegkjlf@univie.ac.at 

Einreichfrist ist der 1. März 2021.

Die Beiträge sollen bis 15. August 2021 einlangen.


Herausgeber*innen:
Susanne Blumesberger (Wien), Jana Mikota (Siegen) und Sebastian Schmideler (Leipzig) 

 

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