CfP zur Herbsttagung der ÖG-KJLF

Show me the World – Sachbücher in und aus Österreich

Termin: 21. Oktober 2022
Ort: Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum Wien, Vogelsanggasse 36, A-1050 Wien

 

CfP

Das Sachbuch hat nicht nur eine lange Geschichte, sondern liegt auch in unterschiedlichsten Ausprägungen vor. Trotz des Internets, das in der (schnellen und demokratischen) Wissensvermittlung dem ‚klassischen‘ Buch zunehmend Konkurrenz macht, werden Sachbücher nach wie vor in großer Fülle produziert und nachweislich von (erwachsenen) Käufer*innen und Schenkenden und von jungen Leser*innen auch rege rezipiert.

Mit dieser Tagung möchten wir einen Blick auf die historische Entwicklung dieser proteischen Gattung werfen, zugleich aber auch aktuelle Entwicklungen vorstellen und virulente Problemlagen thematisieren. Denn die Welt zu erklären bedeutet auch immer einen gewissen Blickpunkt einzunehmen und einen Standpunkt zu vertreten. So ist das Sachbuch trotz aller Sachlichkeit nie wertfrei zu sehen, sondern birgt in sich stets Ansichten und Wertvorstellungen. Auch die Frage, was im Sachbuch gezeigt wird, ist nicht neutral, ebenso wenig die Bezeichnungen von Menschen oder Tieren, die Bilder von fremden Kulturen oder geografische Benennungen. Der schmale Grat zwischen Subjektivität und generischer Objektivität ist somit durchgehend im Fokus zu behalten, um die entsprechenden Publikationen korrekt einordnen zu können.

Wir laden Sie ein, ein Abstract (ca. 500 Wörter) und eine kurze Biografie (ca. 300 Wörter) auf Deutsch oder Englisch bis zum 15.7.2022 an oegkjlf@univie.ac.at einzureichen.

 

Mögliche Themen sind beispielsweise:

  • die Entwicklung des Sachbuchs für Kinder und/oder Jugendliche speziell in Österreich
  • Vergleiche von Sachbüchern Deutschland/Österreich/Schweiz (und darüber hinaus)
  • neue Formen der Sachbücher (und der Vgl. mit anderen Medien)
  • die Bedeutung des Sachbuches im Zeitalter des globalen Wissenszugangs
  • Sachbuchautor*innen im Blick
  • Rassismus/Vorurteile/Rollenzuschreibungen im Sachbuch ...

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CfP für eine Ausgabe der Zeitschrift Cultural Express

Gewalt in fiktionalen semiotischen Objekten, die für Kinder und Jugendliche bestimmt sind.

Die Gewalt, die "achte Todsünde", tendiert dazu, zu einer Konstante im zeitgenössischen Romanschreiben zu werden. Nach den Volksmärchen, in denen schamlos gefressen, getötet und verstümmelt wird, in denen es um Inzest, Misshandlung, Ausgrenzung und Unterwerfung, Aussetzung von Kindern, Kindermord, Menschenopfer, Kannibalismus geht, stellen zeitgenössische Erzählungen Gräueltaten und ihre Erscheinungsformen dar. Unter

Es werden Vorschläge für eine Analyse sowohl der Gewalttypologie in fiktionalen semiotischen Objekten für Kinder und Jugendliche als auch eine Herausarbeitung der Motive für die Handlungen, der Umstände, der Folgen und der Bedeutungen, die sich daraus ergeben erwarten. Unter Berücksichtigung der Gewaltsequenzen in der Gesamtökonomie des Werks geht es nicht nur darum, Elemente zum Verständnis der uns interessierenden Problematik beizusteuern, sondern auch die Fiktionalisierung von gewalttätigen Elementen und Situationen, die Umwelt als Produzent von Gewalt(en) zu analysieren, die sprachlichen Besonderheiten, die von den ausgewählten Autoren gewählten stilistischen und narrativen Konfigurationen, die Kunst der Charakterisierung der Figuren (Täter und/oder Opfer), die Wege des Verzichts/der Flucht aus der Gewalt zu untersuchen und die daraus zu ziehenden Lehren herauszuarbeiten. Die Hauptachsen und Fragestellungen, die in dieser Ausgabe untersucht werden können sind u.a. folgende:

  1. Gewalt gegen sich selbst (Selbstverstümmelung/Skarifizierung, Anorexie/Bulimie, Alkoholismus, Drogen, ...)
  2. Gewalt in Beziehungen (gewalttätige/zerstörerische Leidenschaften, toxische Liebe, ...)
  3. Sexuelle Gewalt (Vergewaltigung, Missbrauch, Prostitution, ...)
  4. Familiäre Gewalt, erzieherische Gewalt (Prügel, Ohrfeigen, Entbehrungen, Schikanen, ...)
  5. Gewalt in der Schule (körperliche/moralische Belästigung, gewöhnliche verbale/physische Gewalt, ...)
  6. Gewalt im Internet und in sozialen Netzwerken.
  7. Politische/polizeiliche Gewalt/Terrorismus/Krieg
  8. Gewalt in der Natur/ Gewalt gegen die Natur, Gewalt und Umwelt/ Gewalt und sozialer Raum/ Orte der Gewalt.

Die Papers (auf Deutsch, Französisch oder Englisch) werden sich mit fiktionalen semiotischen Objekten für Kinder und Jugendliche befassen, d. h. mit Romanen, Märchen, Alben, Comics, Mangas, Filmen, Videospielen, Liedern, usw. Erwartet werden innovative, originelle und natürlich unveröffentlichte Vorschläge. Doktoranden werden dazu ermutigt, einen Vorschlag für einen Artikel einzureichen.

Modalitäten und Zeitplan
Die Vorschläge (gewählter Schwerpunkt1-8, Titel, Zusammenfassung von maximal 2000 Zeichen, Schlüsselwörter, bibliografische Referenzen), sowie eine kurze Biobibliografie und die wichtigsten aktuellen Veröffentlichungen sind vor dem 01.10.2022 an die beiden nachstehenden E-Mail-Adressen zu senden: r.atzenhoffer@unistra.fr und cultx.revue@gmail.com

Weitere Informationen finden Sie hier.

CfP

 

(Quelle: Aussendung)

 

 

 


CfP: Harry Potters Storyworld in Theorien und Methoden der Gegenwart Einführung in die Kinder- und Jugendmedien

Lesen – Verstehen – Interpretieren stellen  anthropologische Grundkonstanten dar. Wir deuten Äußerungen und Handlungen Anderer, bemühen uns, Bedeutungen zu bestimmen und versuchen, Zeichen und Vorgänge zu verstehen. Angesichts dieser Relevanz des Interpretierens auch in alltäglichen Zusammenhängen erstaunt es nicht, dass interpretatorische Prozesse in vielen Wissenschaften – auch über Literatur- und Kulturwissenschaft hinaus – eine zentrale Größe darstellen. So konstatieren Oliver Jahraus und Stefan Neuhaus in ihren Standardwerken zur Literaturtheorie (u.a. 2012; 2016), dass Medientexte nicht nur interpretationsfähig, sondern vor allem interpretationsbedürftig sind (vgl. Jahraus/Neuhaus 2012: 23). Sie plädieren in diesem Zusammenhang für Modellanalysen anhand eines literarischen Textes, um zuweilen trockene Theorie in spannende Praxis zu überführen, denn „Literaturtheorie nimmt im schulischen und universitären Bereich einen immer größeren Raum ein.“ (Jahraus/Neuhaus 2012) Ein Desiderat stellen in diesem Zusammenhang die Kinder- und Jugendmedien dar und dies, obwohl sie gerade für das Lehramtsstudium eine zentrale Bezugsgröße bilden. Dieses Desiderat will der geplante Band adressieren und die Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft um einen Methodenband bereichern, der Fokus auf methodische Zugänge des 21. Jahrhunderts legt. 

Mit Blick auf das 21. Jahrhundert zeigt sich, dass kein homogenes Vorgehen in Theorie und Methodik vorherrscht. Nicht zuletzt auch, weil in die Literaturtheorien zunehmend andere Bereiche und Disziplinen wie Kulturwissenschaften, Kommunikationsforschung und Medienwissenschaften etc. einfließen. Diesem Methoden- und Theoriepluralismus trägt der geplante Band Rechnung, indem aktuelle literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen Tendenzen sowie Methoden und Theorien, die im und für das 21. Jahrhunderts von besonderer (auch gesellschaftlicher und sozialer) Relevanz sind, vorgestellt, diskutiert und an einer der bekanntesten und zugleich exemplarischen Storyworld der Kinder- und Jugendmedien, der von Harry Potter, erprobt werden. Auch nach 20 Jahren nimmt die Faszination nicht ab: neben der Buch- und Filmreihe ist ein ganzes Potter-Universum entstanden, dessen Figuren und Storylines ebenso wie die Rezeptionen und die Autorin selbst immer wieder auch Gegenstand kritischer Diskussionen wird. 

Doch soll im geplanten Band nicht (nur) die Harry-Potter-Storyworld im Vordergrund stehen, sondern vorrangig Zugänge zu dieser Welt, die unterschiedliche Perspektiven auf die Storyworld und ihre Figuren, ihre Räume und Diskurse werfen, diese analysieren und unterschiedliche Lesarten anbieten.

Beiträge können sich der Harry-Potter-Storyworld daher u.a. aus folgenden Perspektiven nähern:

  • Neo-Hermeneutik 
  • Poststrukturalismus 
  • Diskursanalyse
  • Dekonstruktion
  • Intertextualität
  • Literatursoziologie
  • Ecocriticism 
  • Human Animal Studies
  • Visual/Media Studies (Intermedialität & Transmedialität) 
  • Präsenztheorie
  • ANT/Netzwerktheorie
  • Kognitionswissenschaftliche Ansätze
  • Digital Humanities
  • Intersektionalität
  • Gender Studies 
  • Queertheorie
  • Disability Studies 
  • Postkoloniale Literaturtheorie 
  • Interkulturelle Literaturwissenschaft, Transkulturelle Literaturwissenschaft, 

 

Die Publikation bildet den dritten Band der UTB-Reihe Einführung in die Kinder- und Jugendmedien. Sie stellt den Abschluss der geplanten Einführung dar, knüpft an und vertieft theoretische Inhalte der vorangegangenen Bände Grundlagen (Bd. 1) und Didaktik (Bd. 2). Die Reihe versteht sich als Einführungswerk in die Theorie, Methoden und Didaktik der Kinder- und Jugendmedien und wird herausgegeben von Stefanie Jakobi, Tobias Kurwinkel, Nicole Masanek, Michael Ritter, Philipp Schmerheim und Franziska Thiel. Die Einführung adressiert insbesondere Studierende der Germanistik bzw. des Lehramts, soll aber auch interessierten Kolleg*innen aus der Wissenschaft und unterschiedlichen Berufspraxen einen übersichtlichen Einblick in das Feld der KJM bieten.

Abstracts (max. 350 Wörter) werden bis zum 30.09.2022 erbeten. Richten Sie Ihre Beitragsvorschläge bitte mit Kurzbiografie gleichzeitig an Stefanie Jakobi (jakobist@uni-bremen.de) und Franziska Thiel (franziska.thiel@uni-hamburg.de). Für Fragen stehen die beiden Ihnen gerne zur Verfügung.

Gesucht werden wissenschaftliche Beiträge, die sich der Harry-Potter-Storyworld aus verschiedenen Perspektiven annähern. Gewünscht sind Beiträge in Erstveröffentlichung und in einem Umfang von max. 40.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen und Fußnoten), die in einem gängigen Textformat, vorzugsweise in WORD, geschrieben sind. Die Beiträge sollten zudem jeweils Vorschläge für die Marginaliengestaltung enthalten. 

Die Bände erscheinen in den Jahren 2023 und 2024 innerhalb der Buchreihe utb bei Narr Francke Attempto.

 

(Quelle: Aussendung)


CfP und Tagung: Kinder- und Jugendliteratur in der DDR

Termin: 08. bis 10. September 2022
Ort: Universität Potsdam/Universität Stettin

CfP

Der Ansatz der Tagung lässt sich so beschreiben: Es geht explizit nicht darum, die KJL in der DDR an einem Moderne-Begriff zu messen, der westlichen Gesellschaften abgezogen ist, sondern darum das, was man Ost-Moderne und in Folge Post-Ost-Moderne nennen kann (Pabst 2016) ernst zu nehmen. Dies bedeutet, dass die Ost-Moderne und die in dem gesellschaftlichen Gefüge entstehende Literatur an den systemeigenen Regularitäten gemessen wird. Damit ist auch die jeweilige „gesellschaftliche Funktion“ von Literatur in den einzelnen Phasen mitzudenken und zu fragen, inwieweit der konkrete Text den aktuellen „Vereinbarungen“ entspricht oder aber möglicherweise eine Art „Vorgriff“ darstellt, der irritierend bzw. als Aufstörung wirken kann (Gansel 2016).

Die Beiträge können entsprechend auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet sein:

  • Darstellungen zu einzelnen Entwicklungsetappen in Verbindung mit dem jeweiligen Stand der Ost-Moderne;
  • Einzelanalysen ausgewählter Texte als Reflex auf gesellschaftliche Modernisierungsphänomene in der DDR; 
  • Untersuchungen zur Rolle phantastischer Präsentationsarten und zu Adaptionen mythischer Stoffe;
  • Beiträge zur KJL in der DDR, die zeigen, warum einzelne Texte in den Status einer „Aufstörung“ gerieten.

In einem zweiten Teil der Tagung soll es um Texte der Post-DDR-Literatur gehen. Dabei interessiert vor allem die Frage, in welcher Weise DDR-Kindheit und -Jugend nach 1989 erinnert werden. In diesem Zusammenhang ist zu fragen, inwieweit Texte dem entsprechen, was der Historiker Martin Sabrow seit der Wende zum 21. Jahrhundert herausgestellt hat, dass nämlich im „öffentlichen Umgang mit der DDR“ die „klaren Schwarz-Weiß-Linien des Diktaturgedächtnisses“ dominieren, „das den „Unterdrückungscharakter der SED-Herrschaft und ihre mutige Überwindung in der friedlich gebliebenen Revolution von 1989/90“ (Sabrow 2010) betonen. Neueste Untersuchungen suchen zu zeigen, welche Folgen sich aus derartigen Schemata ergeben können (Gansel/Fernandez-Perez 2022, Fernandez-Perez 2022).

Die genannten Aspekte verstehen sich als Rahmen für Beitragsvorschläge. Weitere Anregungen sind ausdrücklich erwünscht. Die Veranstalter erbitten ein kurzes Abstract und Informationen zum CV (ca. 15 Zeilen) bis zum 20. Juni 2022 an folgende Anschriften:

Prof. Dr. Carsten Gansel (carsten.gansel@germanistik.uni-giessen.de)
Dr. José Fernández Pérez (Jose.Fernandez-Perez@germanistik.uni-giessen.de)
Sekretariat: Katja Wenderoth (Katja.Wenderoth@germanistik.uni-giessen.de)

Organisation/Leitung: Prof. Dr. Carsten Gansel, Dr. Monika Hernik, M.A. Anna Kaufmann.

CfP

 

(Quelle: H-Germanistik - H-Net)


CfP: TENTH ANNIVERSARY ISSUE

Children’s Literature in English Language Education

Submissions are invited for our tenth anniversary issue which will be published in November 2022 on the following theme:

Exploring the affordances of children’s literature in ELT on any of these topics:
• interculturality and ideology
• intercultural citizenship education
• interculturality in teacher education
• interculturality in materials design

For submission details, please see the Information for authors and the Style guide

To submit a paper, please visit here
Papers (Word files) can also be sent as email attachments to: clelejournal@nord.no

The deadline for submissions for the anniversary issue is 1 July 2022

CfP

Editor-in-chief: Janice Bland • Reviews editor: David Valente • Associate editor: Susanne Reichl

 

(Quelle: Aussendung)