CfP für das Herbstseminar des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. 2021

Cancel Literature - Alte und neue Grenzen des Darstellbaren

Termin: 19. bis 21. November 2021
Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg

CfP
Das Seminar gibt einen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand, zeigt Konfliktpotenziale auf und bietet Raum für unterschiedliche Positionen. Gleichzeitig geht es um die Frage: Welche gesellschaftlichen Kräfte beeinflussen die Entstehung von Büchern, und ist das ein Fortschritt, ein Rückschritt, ein Stück weit Pluralisierung?


Folgende Aspekte sollen betrachtet werden:

  • Wie viel Einfluss hat die Zielgruppe? Wie wirkt es sich aus, wenn sich Verbände und Institutionen für Vielfalt in Kinderbüchern einsetzen und Sensitivity Reader Verlage beraten?
  • Politisierung und soziale Medien: Wenn Bücher zum Politikum werden und welche Macht ein Shitstorm hat
  • Welchen Einfluss haben Lizenzabteilung, Vertrieb und Buchhandel? Was ist darstellbar, wenn sich Titel (international) verkaufen müssen? Gibt es Tabuthemen für den Buchhandel?
  • Kein Ende der Rollenstereotypen? Brauchen wir Mädchen- und Jungsbücher?
  • Sexuelle Aufklärung und Freizügigkeit – was darf erzählt, was abgebildet werden?
  • Das vermeintlich Kindgemäße – inwiefern sind thematische und stilistische Reduktionen gerechtfertigt oder sogar erforderlich?
  • Inwieweit sind Autor*innen und Illustrator*innen noch Urheber*innen? Was darf zu Papier gebracht werden und wer setzt wo den Rotstift an?
  • Wie umgehen mit den Klassikern? Sind sprachliche Eingriffe gerechtfertigt?
  • Muss Literatur allen Ansprüchen genügen? Und inwieweit wird Kinderliteratur als Literatur wahrgenommen?


Zielgruppe der Tagung: Das Seminar richtet sich an Pädagog*innen/Lehrkräfte, Bibliothekar*innen, Buchhändler*innen, Journalist*innen, Autor*innen, Illustrator*innen, Verlagsmitarbeiter*innen sowie weitere Multiplikator*innen von Kinder- und Jugendliteratur.

Mögliche Formate:
- Hauptvortrag (45 Minuten),
- Kurzvortrag (30 Minuten),
- Arbeitsgruppe (ca. 4 Stunden)

Abstracts, max. 1.500 Zeichen: Neben einer Inhaltsskizze bitten wir um einen Arbeitstitel, ggf. Angaben zu Literatur, auf die sich der Beitrag stützt, sowie um eine Kurzvita der Einreichenden (zwei bis drei Sätze zum beruflichen Hintergrund).


Einsendeschluss: bis 15. November 2020 an bernd@jugendliteratur.org

CfP
Pressemitteilung

(Quelle: Aussendung AKJ)


CfP: Sammelband

Interkulturalität und Kinder- und Jugendliteratur / Interkulturelles Lernen mit Kinder- und Jugendliteratur

Der geplante Band möchte didaktische Anregungen und Modelle für den Literaturunterricht der  Jahrgangsstufen 5 bis 10 präsentieren, die das interkulturelle Potential neuerer kinder- und  jugendliterarischer Texte ausleuchten. Auf der Basis literaturwissenschaftlicher Analyse und didaktischer Kommentierung sollen außerdem konkrete methodische Vorschläge für die Arbeit mit Lernenden vermittelt werden.

Mögliche Texte:

Jahrgang 5 bis 6
Hayfa Al Mansour: Das Mädchen Wadjda
Kirsten Boie: Thabo. Detektiv & Gentleman (Reihe)
Ayse Bosse: Pembo
Rieke Patwardhan: Forschungsgruppe Erbsensuppe
Antonia Michaelis: Der Koffer der tausend Zauber und weitere Titel

Jahrgang 7 +
Zoran Drvenkar: Im Regen stehen
Katharine Rundell: Zuhause redet das Gras

Jahrgang 8 +
Stefanie de Velasco: Tigermilch
Susan Kreller: Elektrische Fische
Julya Rabinowich: Dazwischen: Ich

Jahrgang 9 und 10
Wolfgang Herrndorf: Tschick
Rolf Lappert: Pampa Blues
Tahereh Mafi: Wie du mich siehst

Das Redaktionsteam ist offen für weitere Vorschläge. Überblicksbeiträge zu „Klassikern“ wie Gudrun Pausewang oder Lutz van Dijk sind ebenfalls willkommen.


Die fertiggestellten Beiträge sollen einen Umfang von 45.000 Zeichen nicht überschreiten, sich mit
einem Kinder- oder Jugendbuch auseinandersetzen und bis zum 1. Mai 2021 vorliegen.

Die Gliederung der Beiträge soll einheitlich sein:
• kurze Inhaltsangabe/Textvorstellung mit Ausführungen zur angezielten Jahrgangsstufe
• knappe literaturwissenschaftliche Analyse (im Hinblick v.a. auf das interkulturelle Lernen,
z.B. hinsichtlich der Erzählperspektive(n), stilistischer Besonderheiten)
• didaktischer Kommentar I: Beschreibung des allgemeinen literaturdidaktischen Potentials
• didaktischer Kommentar II: in Bezug auf das interkulturelle Lernen
• didaktisch-methodische Konkretisierungen


Angebote für einen Beitrag werden mit einer knappen Skizze von ca. 300 Wörtern sowie einer kurzen biografischen Skizze bis zum 15. Oktober 2020 erbeten, danach erfolgt eine Rückmeldung bis Anfang November zu möglichen Beiträgen.

Die Vorschläge sind zu richten an:
Dr. Ines Heiser: ines.heiser@uni-marburg.de
Dr. Jana Mikota: mikota@germanistik.uni-siegen.de
Andy Sudermann: andy_sudermann@web.de

(Quelle: Aussendung)


CfP – Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung

THEMA: KLÄNGE

Kinder- und Jugendliteratur und ihre Medien sind stets auch eine Symphonie bzw. Polyphonie von Klängen. Bereits das Wort »Klänge« stimmt in diesem Zusammenhang ein ganzes Konzert von Assoziationen an. Der Begriff führt zu einem Spektrum an Hörphänomenen, die die komplexen Bereiche Laut/Ton, Wort/Sprache und Musik sowie Geräusche jedweder Couleur umfassen. Eine Beschäftigung mit »Klänge« impliziert zugleich die Auseinandersetzung mit Fragen der Sinneswahrnehmung(en) ebenso wie zur Klangkunst, sei es in klassischer, in experimenteller oder populärkultureller Ausprägung. Die Bandbreite literarischer Klänge erstreckt sich von den vielgestaltigen Aspekten des Lyrischen (des Liedes, der lyrics etc.) zu Fragen intermedialer Referenzen, die sich an Texten ablesen lassen, bis hin zum spezifischen Sound und Soundtrack in Kinder- und Jugendmedien. Dabei tönt und dröhnt es nicht allein aus jugendliterarischen Texten, Klänge werden beispielsweise auch in Bilderbüchern hörbar. Politische wie ideologische Botschaften klingen an; narratologische Fragen kommen ins Spiel, wenn zum Beispiel von der Stimme des Erzählers oder dem kindgemäßen Ton die Rede ist oder vom schnellen Beat eines Romans. Klänge werden durch Sprachmelodien eingewoben, durch fremdsprachliche Zitate eingespielt, durch montierte und collagierte Geräusche dem Text unterlegt. In Klängen bildet sich zwitschernd und rauschend Natur ab, die (literarische, komponierte) Symphonie der Großstadt setzt Metropolen ein Sound-Denkmal. Auch in medialen Kontexten – im Bereich der Hörmedien ebenso wie in Bild-Medien – spielen Klänge eine ganz zentrale Rolle. Zu fragen ist deshalb nach den Zusammenhängen von Klang und Medien bzw. Medienentwicklung im Spiegel aller kinder- und jugendmedialen Produkte und Praxen.

Das open access, peer-reviewed Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung stellt 2021 das Thema KLÄNGE in den Mittelpunkt, um historische wie gegenwärtige Dimensionen dieses komplexen Gegenstands in den Blick zu nehmen. Die Beiträge sollten die vielfältigen Implikationen dieses Themenkomplexes sowohl aus theoretischer wie gegenstandsorientierter Perspektive in seinen unterschiedlichen Gattungsschwerpunkten wie medialen Gestaltungsformen (Bilderbücher, Comics, Graphic Novels, Filme, Fernsehen, Computeranwendungen) aufgreifen und zugleich vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die heutige Kinder- und Jugendmedienforschung diskutieren.

Mögliche Themen, Aspekte, Zugänge und Schwerpunkte, jeweils mit Bezug auf Kinder- und Jugendliteratur bzw. -medien, wären:
• Sprachformen | Erzählformen | Narrative
• Intermedialität und Materialität
• Bild-Medien (insbesondere Bilderbuch, Graphic Novels)
• Interdisziplinäre Aspekte der Klang-Künste
• Hörmedien
• Audiovisuelle Medien: Filme, Serien, …
• Sinneswahrnehmungen | Gefühlsforschung
• Musik und Gesang
• Politische Aspekte, ideologische Implikationen (Stichwort RechtsRock)
• Anthropologische Fragestellungen

Über das Schwerpunktthema hinaus sind zudem bis zu drei offene Beiträge zu kinder- und jugendmedialen Fragestellungen aus historischer wie theoretischer Perspektive erwünscht; auch hier bittet die GKJF um entsprechende Vorschläge.

Formalia:
Die GKJF hofft auf große Resonanz und bittet bei Interesse um die Zusendung von entsprechenden Angeboten für themenbezogene bzw. offene Beiträge – zunächst (d.h. bis zum 15.9.2020) in Form eines Abstracts von nicht mehr als 300 Wörtern. Die Abstracts sollten außer einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung Angaben über die Fragestellung machen, den Bezug zu theoretischen Positionen herstellen sowie die Literatur nennen, auf die sich der Beitrag stützt. Die Beiträge selbst sollten einen Umfang von 40.000 Zeichen (inkl. Fußnoten und Literaturverzeichnis) nicht überschreiten und den Herausgeberinnen spätestens bis zum 1.3.2021 als Word-Dokument vorliegen.

Bitte senden Sie Ihre Abstracts an: jahrbuch@gkjf.de

Ein Style Sheet wird nach Annahme der Abstracts verschickt.
Das Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung | GKJF 2021 wird im Dezember 2021 online veröffentlicht.

Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung | GKJF Herausgeberinnen
Prof. Gabriele von Glasenapp, Universität zu Köln
Prof. Emer O’Sullivan, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Caroline Roeder, PH Ludwigsburg
Prof. Ingrid Tomkowiak, Universität Zürich

(Quelle: Hompage GKJF)


CfP "Gehörte Geschichten. Phänomene des Auditiven"

Akustische Phänomene wie Schall, Ton, Laut, Klang, Geräusch, Musik, Stimme, Lärm und Stille fordern die Philologien, die Medien-, Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie die Didaktik auf, das Auditive als eigenständigen Modus der Wirklichkeit und der Fiktion zu begreifen. Der geplante Band Gehörte Geschichten. Phänomene des Auditiven versucht, auditive Texte zunächst hinsichtlich der Genrefrage zu systematisieren, anschließend geht es um methodische Zugänge, die anhand von Einzelanalysen exemplifiziert werden sollen, die Ergebnisse werden schließlich gebündelt, zusammengeführt und im Kontext der unterschiedlichen Disziplinen diskutiert.

I Genregeschichten
In diesem ersten Teil des Bandes geht es um Beiträge, die sich der immer wieder gestellten Frage des Genres im Spannungsfeld auditiver Medientexte annehmen. Gesucht sind Aufsätze, die explizit die Grenzen ausloten, indem sie z.B. zwei auditive Erzählformen miteinander in Bezug setzen und Überlappungsbereiche sowie Abgrenzungskriterien aufzeigen. Dabei kann sowohl die Makroebene (Hörbuch, Hörspiel, Feature, Podcast, Lesung, Ars Acustica etc.) als auch die Mikroebene (Kriminalhörspiel, Pophörspiel, Kinderhörspiel, Neues Hörspiel, O-Tonhörspiel, dokumentarisches Hörspiel, Interview, Klangcollage, inszenierte Lesung etc.) in den Blick genommen werden.

II Auditive Analysen
Diese Rubrik orientiert sich daran, dass Gegenstände erst dann im wissenschaftlichen Diskurs angekommen sind, wenn sich spezifische Analyseansätze und Methodiken ausgebildet haben, die sich aus einer theoretischen Perspektive explizit mit der Medialität der Gegenstände auseinandersetzen. Hierbei wird eine Linie verfolgt, die von den kleinsten semiotischen Bausteinen ausgehend zu größeren semantischen Zusammenhängen gelangt und schließlich die Einbettung in breite literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven zulässt. Jeder Artikel soll auf einer exemplarischen Beispielanalyse aufbauen, die den vorgestellten Ansatz nachvollziehbar und anwendungsorientiert einordnet.

II a) Semiotik – von auditiven Zeichen (Geräusch, Musik, Stimme, Stille etc.)

II b) Semantik – von auditiven Bedeutungen (Motive, Spannung, Figuren, Narrative etc.)

II c) Diskurs – von auditiven Perspektiven (Gender Studies, Postkolonialismus, Medientheorie, Didaktik etc.)

III Verankerungsvisionen
In dieser Rubrik leiten die Herausgeber_innen aus den gewonnenen Erkenntnissen aus und weiter. Fragen der Disziplinarität und der Didaktik, der gewinnbringenden Zusammenführung kleinster Analysebausteine mit diskursiven Fragen und der spezifischen Medialität des Auditiven werden verbunden.

Gesucht werden Beiträge für die Rubriken I und II zwischen 30.000 und 40.000 Zeichen. Bitte senden Sie Ihre Exposés von ca. einer halben Seite plus Kurzbiobibliografie bis zum 15.10.2020 an:
Ina Schenker: ina.schenker@uni-bremen.de
Andreas Wicke: wicke@uni-kassel.de
Nils Lehnert: NilsLehnert@uni-kassel.de

Die fertigen Manuskripte sollten bis 15. April 2021 eingehen.

(Quelle: H-Net)