Ausstellung: Bilderbuchkunst

Das Buch als künstlerisches Medium

Ausstellungsdauer: 12. Oktober 2022 bis 5. März 2023
Ort: MAK – Museum für angewandte Kunst, Stubenring 5, 1010 Wien

Bilderbücher – ob für Kinder oder Erwachsene – können in eindrucksvoller Weise die unterschiedlichen künstlerischen Tendenzen über das Medium Buch ausdrücken. Dabei wird eine zutiefst beeindruckende Kreativität der Künstler*innen sichtbar, die es versteht, die Schönheit, den Reichtum, die Hoffnung, aber auch die Bedrohung unserer Welt in Bilder zu bringen. Eine Auswahl von Bilderbüchern der 1960er Jahre bis heute, etwa von Sonia Delaunay, Bruno Munari, Olaf Nicolai und Lawrence Weiner, vermittelt einen Eindruck dieser Vielfalt. Mit dieser Ausstellung wird an die bereits in der Vergangenheit gezeigten Kinderbuch-Ausstellungen im MAK angeschlossen. Neben Leihgaben aus der Sammlung Friedrich C. Heller werden Objekte aus dem bedeutenden Bestand der MAK-Sammlung präsentiert.

Weitere Informationen zur Ausstellung und den ausgewählten Künstler*innen und Medien finden Sie hier.

EINTRITT: € 15 / € 12 ermäßigt / Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19 / Mehr

Gastkurator: Friedrich C. Heller unter Mitarbeit von Ursula Brandstätter
Kuratorin: Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv

 

(Quelle: Homepage MAK)


kjl&m 22.4

Bildquelle: kopaed Verlag

Subjektivität und Formalismus. Briefe in Kinder- und Jugendmedien

Im Kontext digitaler Kommunikation wirkt der alte Postbrief fast schon anachronistisch. Dennoch erfreut sich diese Textform sowohl in der KJL als auch im Deutschunterricht ungebrochener Beliebtheit und gerade in seiner papiernen Form auch einer gewissen Hochachtung. In der Literatur verspricht der Brief als subjektives Erzählverfahren Unmittelbarkeit. Agieren Protagonist*innen in Briefen und sind diese den Lesenden zugänglich, fingiert das gleichzeitig Nähe und Authentizität, die die Fiktionalität des Geschriebenen mitunter sogar in den Hintergrund treten lässt. Das erzeugt fokussierte Sogmomente, in denen die Dichte der Lektüre spürbar zunimmt.

Faszinierend ist das auch deshalb, weil die Briefform - speziell beim Papierbrief - auch heute noch ein hohes Maß an formaler Konventionalität aufweist. Begrüßungsformeln, Verabschiedungsfloskeln und auch der Aufbau der Briefe sind stark editorialkulturell vorgeprägt und wandeln sich nur langsam. Das Briefeschreiben muss also auch immer noch erlernt werden – so man es denn praktizieren möchte.
Natürlich finden auch neue Formen der schriftlichen Distanzkommunikation Eingang in die KJL. So gibt es mittlerweile selbstverständlich auch E-Mail-Romane und auch andere Formen der modernen Kommunikation werden in Texten verarbeitet. Dennoch bleibt der Postbrief wichtig und präsent - und scheint dabei keinesfalls aus der Zeit gefallen zu sein.
Umso mehr verwundert es, dass dem Brief und seiner Verarbeitung in der KJL bislang kaum wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil geworden ist. So bezeichnet Gabriele von Glasenapp in ihrem systematisch-diachronen Basisartikel zu diesem Heft das Medium Brief in der KJL-Forschung als eine terra inkognita und kritisiert, dass das kulturwissenschaftliche wie auch didaktische Potenzial dieses kulturellen Artefakts bislang kaum ausgelotet wurde. Umso wichtiger, dem Brief in seinen alten und neuen Formen ein Themenheft zu widmen.
(Aus dem Editorial von Michael Ritter)

 

Das Heft kann über den kopaed Verlag erworben werden.

 

(Quelle: kopaed Verlag)


Zuckerseiten - der Buchempfehlungskanal

"Drachenregentage"

Franz Lettner und Klaus Nowak bringen dieses Mal zwei neue Bilderbücher der Künstlerin Julie Völk ins Gespräch. In den Illustrationen geht es dabei thematisch wie auch gestalterisch recht nass zu. Zwei eindringliche Empfehlungen – nicht nur für regnerische Herbsttage!


Weitere Informationen und das Video zu "Zuckerseiten" erhalten Sie hier.

 

(Quelle: Homepage Institut für Jugendliteratur + Aussendung)


JuLit - Heft 3 / 2022

Abgehängt?! Bildungs- und Teilhabe-Chancen auf dem Prüfstand

Gleiche Bildungschancen für alle? – Leider sind wir davon noch weit entfernt. Gerade in Deutschland gibt es einen engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg. Zusätzlich verschärft wird das Ganze durch die Pandemie. Gegen diesen Trend stemmen sich beeindruckend Stiftungen, Verbände und Ehrenamtliche mit ihren Initiativen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Einige stellen wir in diesem Heft vor.

Weitere Informationen finden Sie hier.
Das Heft ist seit 23. September 2022 erhältlich und auch als E-Paper bestellbar.

(Quelle: Aussendung)