Einladung zum 2. digitalen Vernetzungsfrühstück
Einladung zum 2. digitalen Vernetzungsfrühstück
Liebe Kolleg:innen, liebe Forschende, liebe Nachwuchswissenschaftler:innen, liebe Studierende und an Kinder- und Jugendliteratur Interessierte in Österreich,
um den Austausch über Kinder- und Jugendliteratur sowie daran anschließende Forschung und Projekte aus/in Österreich zu intensivieren, laden wir herzlich zu unserem 2. digitalen Vernetzungsfrühstück am 16.05.2025, 10-12 Uhr ein.
Austausch und Vernetzung stehen im Zentrum des Vernetzungsfrühstücks! Auch diesmal wird es die Möglichkeit geben, Projekte vorzustellen, Thesen, Ideen und Vorhaben zu diskutieren. Vorschläge und Ideen für Beiträge können bis 9. Mai an Marlene Zöhrer (marlene.zoehrer@phst.at) gesendet werden.
Die Zugangsdaten für die Teilnahme erhalten Sie über oegkjlf@univie.ac.at.
Wir freuen uns auf den Austausch, ein Wiedersehen und Kennenlernen!
Tagung: Weltrettungen
Kinder- und Jugendliteratur zwischen gesellschaftlichem Engagement und ästhetischem Spiel
Termin: 10. bis 12. April 2025
Ort: IJB, München
Die in Kinder- und Jugendliteratur (KJL) dargestellten (Lebens)Welten sind oftmals ein literarisches kaleidoskopartiges Abbild unserer von Krisen, Kriegen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägten Zeit. Die vom Klimawandel bedrohte Natur, multipel bedingte Fluchterfahrungen, Antisemitismus, Rassismus und vielfältige weitere politische, inner- und zwischenmenschliche Konfliktsituationen werden in kinder- und jugendliterarischen Texten und Medien sowie in deren diskursiv-bedingter Rezeption nicht nur dargestellt, sondern auch potenzielle Lösungen diskutiert.
Das Erkenntnisinteresse der Tagung widmet sich mit Hilfe der Stichwörter Weltrettung und Weltverbesserung dem Spannungsfeld der Kinder- und Jugendliteratur – zwischen Didaktik, Wissensvermittlung und ästhetischem Spiel – und möchte ausloten, wie aktuelle und historische Texte dazu beitragen, den Status quo zu hinterfragen und eine Verbesserung und positive Veränderung der Welt und der Gesellschaft beziehungsweise des Menschen anzustoßen (Rettung).
Die Tagung möchte folglich die Bestrebungen von Kinder- und Jugendliteratur…
…Retter*innen der Welt zu bilden bzw. Heranwachsende zur Weltrettung zu befähigen,
…selbst (als Medium) Welt zu verbessern und positiv zu verändern,
überprüfen. In der Untersuchung der Funktionsweisen und Darstellungen dieser literarischen Weltverbesserungen und Weltrettungen gilt es hierbei auch immer wieder die Frage nach dem Oszillieren der KJL zwischen erzieherischem Auftrag, der intendierten individuellen und gesellschaftlichen Textwirkung, den damit einhergehenden Sichtweisen auf Kindheit und dem subversiven ästhetischen Spiel als Gegenpol aufzuwerfen. Bedeutend sind hier nicht nur die impliziten differenten Kindheitsentwürfe, sondern auch mögliche ‚eskapistische Lektüren‘. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen lässt sich darüber hinaus die Frage stellen, inwiefern gegebenenfalls eine Neupositionierung der KJL notwendig oder bereits im Gange ist: Muss der kulturrevolutionäre Wunsch nach einer krieg- und konfliktlosen Welt einer neuen Realität weichen? Gilt es nunmehr zu diskutieren, wie von Krieg und Frieden beziehungsweise von Freund und Feind erzählt werden kann? Mit welchen Herausforderungen sehen sich rezente Weltrettungsnarrative konfrontiert?
Ferner gilt es zu untersuchen, welche Formen (Gattungen, Motive, Figuren, Genres etc.) und literarischen Mittel (einfache Sprache, spielerisches Lernen, fantastische und utopische Elemente, Verfahren der Identifikationssteigerung und Subversion etc.) eingesetzt werden. Aus unterschiedlichen literaturwissenschaftlichen, literaturhistorischen und interdisziplinären Blickwinkeln möchten wir uns den facettenreichen literarischen Weltrettungen und -verbesserungen annähern und diskutieren, welche Chancen, Möglichkeiten und Fallstricke das kinder- und jugendliterarische Spannungsfeld bietet: Inwiefern im literarischen Möglichkeitsspielraum Lösungen probiert und narrativ vermittelt werden können und inwieweit der Inszenierung von KJL als Medium zur Verbesserung (Bildung, Erziehung, Sozialisation) auch die Gefahr einer Instrumentalisierung und Manipulation inhärent ist, die konträr zu neuen Bestimmungen von Kindheit und Kindheitsbildern steht.
Organisation: Dr. Theresia Dingelmaier (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft | Universität Augsburg) und Lisa Rettinger (Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ethik | Universität Augsburg)
Die Tagung findet in Kooperation mit der Internationalen Jugendbibliothek in den Räumlichkeiten des Blutenburg-Schlosses in München statt. Ergänzt wird das wissenschaftliche Programm durch eine Lesung und ein Gespräch mit der Autorin Stepha Quitterer.
Weitere Informationen finden Sie hier.
(Quelle: kinderundjugendmedien.de)
Tagung: Von Neubau zu Plattenbau
Repräsentationen des seriellen Bauens bis Anfang der 1990er Jahre
Termin: 14. bis 16. Mai 2025
Ort: Södertörn Universität/ Stockholm/Schweden
Wie sieht das Wohnen in der Zukunft aus? Können Literatur, Film und Kunst aus der Vergangenheit etwas über Zukunftsmodelle erzählen? Serielle Bauten, Neubauten, Plattenbauten – dies sind nur einige Begriffe, die bauliche Phänomene bezeichnen und Menschen in der Vergangenheit und Zukunft betreffen. Dabei dürfte der Blick insbesondere auf die sog. serielle Bauten interessant sein, die in der DDR als Errungenschaften der Moderne galten und im Westen oft zu Plattenbauen und sozialen Brennpunkten degradiert wurden. Serielle Bauten können aus ökologischer und ökonomischer Sicht ein Wohnen der Zukunft sein aufgrund der Dichte des Wohnens, aber auch aufgrund der Möglichkeit mit Blick auf eine alternde Gesellschaft. Sie bedeuteten auch in der Vergangenheit ein modernes Wohnen – etwa in den Ostseeländern. Einerseits ging es um eine politisch ideologische Ausrichtung, andererseits musste preiswerter Wohnraum für eine wachsende Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.
Dem seriellen Bauen und Wohnen sind viele Zuschreibungen zu eigen gemacht worden. Diese Zuschreibungen sollen durch die Tagung offengelegt werden. Auf der Konferenz sind historische, soziologische, politikwissenschaftliche, baugeschichtliche, literaturwissenschaftliche und kulturphilosophische Beiträge willkommen, die sich mit dem Plattenbau in Ost und West auseinandersetzen.
In einer Themenausgabe der Zeitschrift Baltic Worlds, die in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift herausgegeben wird, können einzelne Artikel der Konferenz veröffentlicht werden. Baltic Worlds ist eine wissenschaftliche, interdisziplinäre Zeitschrift (indexiert in Scopus und Sherpa ROMEO usw.), die vom Zentrum für baltische und osteuropäische Studien der Universität Södertörn herausgegeben wird. Die Zeitschrift ist in gedruckter Form und als Open Access im Internet erhältlich: Baltic Worlds Back Issues. Informationen zur Einreichung und zu den Richtlinien finden Sie unter: Baltic Worlds Einreichung. Die Sprache der Konferenz ist Englisch, die Publikation erscheint ebenfalls in Englisch.
Die Veranstalterinnen bemühen sich um Drittmittel, um Reisekosten zu erstatten.
Die Tagung wird organisiert von: Dr. Astrid Henning-Mohr (Universität Halle, Deutschland), Dr. Lisa Källström (Universität Södertörn, Schweden), PD Dr. Corina Löwe (Linné- Universität, Schweden), Dr. Jana Mikota (Universität Siegen, Deutschland) und PD Dr. Ines Soldwisch (Universität Düsseldorf, Deutschland).
Nähere Informationen zur Tagung werden hier zeitnah bekanntgegeben.
(Quelle: Aussendung)