Nachruf Erwin Moser

Ein Nachruf von Hans-Joachim Gelberg, der mit Erwin Moser sehr freundschaftlich verbunden war.

(Quelle: Beltz Verlagsgruppe)

 

 


Nachruf auf Franz-Josef Payrhuber (1942-2017)

"Bücher, Bücher sind mein Leben"

Franz-Josef Payrhuber ist am 6. März 2017 in Worms verstorben.

Hauptberuflich war Payrhuber bis zu seiner Pensionierung 2002 als Akademischer Direktor, Leiter des Fachbereichs Deutsch am Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) Mainz. Seine fachlichen Schwerpunkte lagen im Bereich der Literatur, speziell des Dramas, der narrativen Kurzformen und Lyrik.

Seine Verdienste um die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. und die Kinder- und Jugendliteratur wurden 2015 mit der Verleihung des Volkacher Talers gewürdigt.

Bis zuletzt war er als Mitherausgeber des Lexikons Kinder- und Jugendliteratur engagiert, für das er auch selbst zahlreiche Beiträge geschrieben hat.

Vollständiger Nachruf

(Quelle: Nachruf Dr. Claudia Maria Pecher (GKJF) und Prof. Dr. Dr. Kurt Franz (Deutsche Adademie KJL)


Nachruf auf Otto Brunken (1950-2017)

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Otto Brunken, dem langjährigen Kustos der Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung (ALEKI) und außerplanmäßigen Professor am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. 

Vollständiger Nachruf 

(Quelle: ALEKI)


Nachruf auf Rüdiger Steinlein

In memoriam Rüdiger Steinlein

Ein Nachruf von Prof. Dr. Caroline Roeder.


Nachruf auf Bettina Hurrelmann

In memoriam

Ein Nachruf auf die am 20. Juli 2015 verstorbene Bettina Hurrelmann.


Nachruf auf Käthe Recheis

In memoriam
Ein Nachruf auf die am 29. Mai 2015 verstorbene Käthe Recheis.


Nachruf Helmut Engelbrecht

Helmut Engelbrecht, Nestor der österreichischen Bildungsgeschichte, ist am 23. November 2014 im Alter von 90 Jahren verstorben.

Den Nachruf von Mag. Wilfried Göttlicher und Dr. Walter Kissling finden Sie hier als PDF-Download.


Nachruf auf Viktor Böhm

In memoriam

Ein Nachruf auf den am 15. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren völlig unerwartet gestorbenen Viktor Böhm.


Nachruf Friedl Hofbauer (1924-2014)

"Ich hatte allerhand auf dem Herzen ..." Zum Abschied von Friedl Hofbauer 

Ein Nachruf von Dr. Susanne Blumesberger

„Ich hatte allerhand auf dem Herzen …“[1] Zum Abschied von Friedl Hofbauer

Susanne Blumesberger

Am 22.März 2014 hat die österreichische (Kinder-)Literatur eine ihrer innovativsten Autorinnen verloren. Kaum eine hat wie sie mehrere Generationen jugendlicher Leserinnen und Leser so stark geprägt, obwohl sie sich zunächst eigentlich an ein erwachsenes Publikum wandte. Ab 1960 schrieb die am 19. Jänner 1924 in Wien geborene Friedl Hofbauer Erzählungen, Hörspiele, Romane und Lyrik und arbeitete für den Hörfunk. Ihre ersten Ausflüge in die Kinderliteratur unternahm sie mit literarischen Porträts und Fortsetzungsgeschichten in der Zeitschrift Unsere Zeitung. 1962 erschien ihr erstes Kinderbuch Der Schlüsselbund-Bund. Der literarische Durchbruch gelang ihr mit ihren formal und inhaltlich innovativen Kindergedichten, etwa „Die Wippschaukel“ (1962), „Der Brummkreisel“ (1969), mit ihren Spielgedichten „Der Waschtrommel-Trommler“ (1980) oder ihren Fingerspielen – Spielgedichten für Kindergarten, Familie und Großeltern, die sie unter dem TitelMinitheater herausgegeben hat.

Sie erarbeitete sich für ihr kinderliterarisches Werk ein breites Spektrum an literarischen Gattungen. Dazu zählen realistische Geschichten und Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane, wie phantastische und surreal-komische Prosaarbeiten, Hörspiele, Theaterstücke, Märchen, Sagen und vor allem Lyrik. Einen wichtigen Teil des Gesamtwerkes Friedl Hofbauers bilden die zahlreichen Übersetzungen. Seit 1970 hat sie an die 40 Bücher aus dem Englischen bzw. Amerikanischen, Australischen und Französischen übertragen. Bei den Übersetzungen und bei ihren eigenen Werken waren ihr gesellschaftsrelevante Themen besonders wichtig. „Man kann eh nur das schreiben, was einen brennt. In der Hauptsache“[2], kommentierte sie ihre Beschäftigung mit eher unbequemen Themen.

Neben diesen ernsten Themen hat Friedl Hofbauer auch phantastische Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht. 1972 erschien Zwei Kinder und ein Mondkalb und die mit surrealistisch-komischen Elementen versehene Träumschule, 1978 Mein lieber Doktor EisenbarthDer Benzinsäugling oder die Reise nach Papanien“(1973) erzählt nicht nur eine phantastische Geschichte von einem sprechenden Auto, sondern impliziert auch ein Stück Gesellschaftskritik. In ihrem 1996 erschienenen Werk Der Heidelbeerbär gelingt ihr eine perfekte Verschränkung von Realistik und Phantasie. Mit der 2009 erschienenen Gespensterquelle spricht sie erneut die Folgen des Krieges an.

Friedl Hofbauer verfasste auch phantastische Kinder- und Jugendliteratur, zahlreiche Märchen und Sagen.

Sie erhielt für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem 1966 den Österreichischen Staatspreis für Die Wippschaukel und 1969 für Der Brummkreisel. 1984 wurde ihr der Ehrentitel ‚Professor‘ verliehen, 1994 erhielt sie das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien, 2000 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Friedl Hofbauer hat nicht nur mit ihren eigenen Werken die kinderliterarische Szene bereichert, sondern auch viele ihrer jungen Kolleginnen und Kollegen unterstützt und gefördert. Sie wird nicht nur in der Kinderliteratur eine Lücke zurücklassen.

[1] Friedl Hofbauer, Nachwort zu: Von Rittern und Räubern, 1991, S. 93 f.

[2] Zitiert nach Lene Mayer-Skumanz: Spiegelreflexe oder „Die Dichtung, die ich schneide“. Aus

Gesprächen mit Friedl Hofbauer zu ihrem 70. Geburtstag. In: Tausend und 1 Buch Nr. 1, 1994, S. 7.